Famedons Ayurveda Garden

Zugegeben, es war die professionelle homepage des "Famedons", die uns schließlich neugierig genug machte, hier eine Woche zu buchen. Es sah alles so liebevoll aus, daß wir mit eigenen Augen sehen mußten, ob das so stimmt. Um es vorweg zu nehmen - es stimmt!

Wir werden bereits erwartet. Gleich an der Eingangstür bekommen wir einen Blumenkranz von weißen und rosa, herrlich duftenden Fangipaniblüten. Lächelnd bringen uns Mädchen in "Famedons" Uniform zu unserem Zimmer.
Ich bin schon gespannt auf dieses kleine Ayurveda-unternehmen. Im Internet sah alles so verlockend aus, daher gehe ich vorsichtig davon aus, daß vielleicht einige Bilder geschönt wurden.
Bereits der erste Blick ins Zimmer entlockt uns ein "hmmm! Das riecht ja gut"
Rings um das Bett ein weißer, gemauerter Sims, auf dem uns bereits eine Flasche Wasser und Gläser (hatten wir bis jetzt noch nirgendwo), eine brennende traditionelle Kokosöllampe und duftende Räucherstäbchen erwarten.
Der kleine Garten bis zum Meer umfaßt nur zweitausend Quadratmeter, aber wenn irgendjemand es geschafft hat, ihn hübsch und verwinkelt zu gestalten, dann der Designer von Famedons. Mitten im abschüssigen Grün liegt ein Riesenstein, irgendwann vor Millionen von Jahren ließ eine Laune der Brandung ihn kippelig auf zwei anderen riesigen Steinen liegen, gerade so in Balance. Balance ist ja auch das Zauberwort der Ayurvedamedizin, was könnte da schöner passen.
Die beiden unteren Steine wurden zu einem Fischteich zusammengemauert, über den Kippelstein fließt Wasser hinab zu den Barschen und Seerosen.

Von der Rezeption aus gelangt man zum Verandagang vor den Zimmern. Hier sitzen die Gäste und entspannen

Blick zum Gebäude mit Rezeption und Eßzimmer, wenns draußen regnet

Hinter dem Verandagang geht es hinunter zum Meer. In diesem Haus gibt es Massagen

Blick von unserem Verandagang aus, auf der Wiese wird Wäsche getrocknet.

Mitten im Garten liegt dieser Stein. Unter ihm befindet sich ein Fischteich

Er selbst sieht aus, als würde er irgendwann kopfüber fallen.


Ein anderer kleiner Goldfischteich wird ebenfalls von einem künstlichen Wasserfall gespeist, leise plätschert es im Vorbeigehen.
Verwinkelt führt eine rote Treppe hinab und auf der anderen Seite hinauf, Lampen auf den Pfosten erhellen den Weg bei Nacht.
Kleine Hütten mit roten Ziegeln stehen am Rand, zuerst ähneln sie Schuppen oder Lagerräumen, doch später sehe ich, daß sie für die verschiedenen Kurbehandlungen zuständig sind.
Am Ufer schließt ein Zaun das Anwesen ab, hohe, stachlige Mangroven, sauber ausgeschnitten und der Boden darunter gekehrt, spenden Schatten für Sonnenbadende. Überall gibt es kleine Winkel, es scheint, man könne den Garten gar nicht ganz auf einen Blick erkennen.
Das ist tatsächlich mit Abstand die liebevollste Anlage, der ich auf meinen Reisen begegnet bin!

So sieht für uns meist der Blick am Strand aus, erste Windhosen bilden sich. Das Wasser hier ist sehr klar und sauber

Aber niemand ist am Strand, nur ein paar Einheimische. An einem Tag hatten wir blauen Himmel.

Diese Palmen sehen malerisch aus, ringsum kein Hotel, die Grundstücke sind alle verkauft, Touristen sind selten.


Draußen rauscht der indische Ozean kräftig ans Ufer. Tatsächlich, es sieht genauso aus, wie die Bilder auf der homepage. Keines wurde "nur so" von einer Postkarte eingefügt. Der Strand ist menschenleer, nur zwei Einheimische gehen spazieren. Auch hier liegen die riesigen Steine, die ein Performancekünstler nicht besser hätte anordnen können. Fotogen unterstreichen sie das Gelb des Sandes, die schrägen, schlanken Palmen, das Grün des Meeres. Nur das Blau des Himmels fehlt, es ist bedeckt, sieht nach Regen aus.
Und hier werden wir auch den Monsun Sri Lankas erleben.

 

voriges Kapitel

nächstes Kapitel