Zwischenspiel

Zurück in der Villa Temple Flower genießen wir noch ein paar Tage im warmen Pool, bei entspanntem Faulenzen unter Fangipanibäumen und lassen uns verwöhnen von Samantha, dem Koch und Mädchen für alles im Haus. Samantha hat keinen leichten Job. Er wohnt hier auf dem Anwesen, steht morgens auf, geht abends spät zu Bett und ist den ganzen Tag mit den Gästen beschäftigt. Servieren, Zimmer aufräumen, kochen, einkaufen. Kein leichter Job, sagt er. Er hat nur frei, wenn keine Gäste da sind.

 

 

Samantha, unser "Mädchen" für alles. Ab und zu stellt er auch vor, was es zum Abendessen gibt.

"Pascha", der Kater des Temple Flower. Obwohl er wie ein junges Kätzchen wirkt, ist er ausgewachsen und macht seinem Namen alle Ehre


Sein Chef, Joachim, sagt er, arbeitet jedoch auch hart. Er holt die Gäste ab, fährt mit ihnen herum, kümmert sich ums Geschäftliche. Ansonsten gibt es noch eine Art Hausmeister, er kehrt die Gänge und poliert die Böden.
Wir fahren auch einmal mit dem Bus nach Negombo und werden prompt beschi....
Die Fahrt in einem einheimischen Bus ist schon etwas uriges. Die klapprigen Busse, deren Federung schon lange zum Teufel ist, haben keinen festen Fahrplan. Irgendwann kommt einer, man stellt sich an die Straße, hebt die Hand und er hält. Die Sitze sind zerschlissen, die Fenster immer offen, manche gehen gar nicht mehr zu. Andere nicht auf. Im Inneren gibt es einen Kassierer, der auch manchmal die Haltestellen ausruft.
Steigt keiner mehr ein, oder aus, ruft er dem Fahrer zu:
"allè, allè", und der fährt brav weiter. Irgendwie klingt das wie der Befehl für ein Ochsengespann.
Die unterschiedlichsten Leute steigen ein. Ein Mann wuchtet ein Faß mit Fischen hinein, einige schwappen heraus, er wirft sie wieder hinein. Studenten tragen ihre Informatikbücher unter dem Arm, eine Frau hält sich ein weißes Stofftaschentuch vor den Mund, gegen den Abgasgeruch. Viele sind barfuß, andere tragen die schwarzen Schlappsandalen, die mit den Zehen gehalten werden. Die besser Betuchten tragen auch in dieser Hitze feste Lederschuhe.
Auf dem Hinweg werden wir vom Kassierer im Bus übers Ohr gehauen. Er geht hindurch, (wenn es zu voll ist, geht er auch außen um den Bus und ruft durchs Fenster) kassiert die Münzen und bedient die Schnur an der Decke des Busses, um mit einer altersschwachen Glocke dem Fahrer mitzuteilen, er solle halten.
Er meint erst, es koste 70Rs, dann kann er den Hunderter nicht wechseln, will erst zahlen, wenn wir aussteigen. Wir fragen ihn nochmals, doch, erst beim Aussteigen. Natürlich habe ich wenig Lust, mich wegen 2,70DM zu streiten in der Hitze. Das Geld ist flöten.
Rückwärts bekommen wir anstandslos das Wechselgeld ausgezahlt, es kostete eigentlich nur 17Rs. Man sollte also immer Kleingeld haben, ansonsten sieht man es vielleicht nicht wieder.

Am 3.8., nach anderthalb Wochen, wechseln wir das Quartier, wir wollen südlich nach Ambalangoda. Wir entscheiden uns für den Zug, da das sehr preiswert ist. Da der Zug erst nachmittags fährt, können wir uns noch Colombo ansehen. Joachim begleitet uns, ein paar andere Gäste kommen noch mit, so kann er gleich eine Stadtführung machen.

 

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