Kandalama Hotel-zu nobel für uns


Da wir bis zum Abendbrot noch Zeit haben, schlägt Joachim vor, ein Nobelhotel zu besuchen. Unweit von Dambulla befände sich das Kandalama Hotel. Nun gut, zumindest ansehen können wir uns den Luxus ja.
Irgendwo biegen wir ab, ein Schild verweist auf das Hotel. Dann fahren wir endlos eine Sandpiste entlang durch den Dschungel. Rot staubt die Straße, die Bäume links und rechts sind bereits völlig bepudert. Es hört gar nicht mehr auf! Es mögen acht oder mehr Kilometer sein, dann sehen wir ein Schild "Belegschafts-dorf" hier wohnen also die Angestellten? Wieder geht es die Piste entlang, dann ein Schild "Parkplatz", wieder endlos weiter, dann "Lieferanten". Wie groß ist dieses Ding?
Schließlich kommen wir an den ersten Zimmern vorbei. Überwuchert von Urwaldgrün liegen die Zimmer übereinander an einem Berg, leicht versetzt, nicht wie ein Klotz aussehend, eher leicht und spielerisch aufgetürmt.
Am Haupteingang warten viele Bedienstete in Livree, öffnen uns die Türen, staunen, da wir kein Gepäck haben. Joachim geht ganz selbstverständlich hinein. Deepal und wir folgen mit großen Augen. Der Boden ist mit Marmor ausgelegt, ein schmaler Gang mit weißen Wänden schlängelt sich in einer Kurve durch die Eingangshalle. Eine Seite des Ganges besteht aus rohem Fels. So wie er war, wurde er belassen. Es wirkt alles recht liebevoll gestaltet.
Wir kommen zu einer kleinen Bar, die Gläser sind hier nur halbvoll, dafür reich geschmückt und sicher doppelt so teuer. Wir erwarten eigentlich Scheich und Co zu sehen, doch die Leute sehen fast wie normale Touristen aus. Wer kann sich soetwas leisten? Draußen ist ein ebenerdiger Pool mit Blick auf den See im Tal, das Wasser läuft von einem Wasserfall nach, läuft über den Pool, wird wieder nach oben gepumpt, ein Flötenspieler sorgt für das Ambiente, trillert und keiner hört zu.

 

 

Gleich vor dem Hotel liegt normalerweise ein riesiger See, dieses Jahr ist er kleiner, der Regen fehlt.

Dafür bekommen wir den schönsten Sonnenuntergang des Urlaubs - und eine leuchtende Wolke, lange, nachdem sie Sonne verschwand.


Sie Sonne versinkt, vom Hoteleingang aus genießen wir den Blick, für den die hier Wohnenden teuer bezahlen und sehen dem Sonnenuntergang zu.
Deepal kommt zurück, hat gefragt, was ein Zimmer hier kostet. Noch immer aufgeregt erzählt er uns, daß ein Doppelzimmer pro Nacht 7000Rs kostet. Das wären knapp 200,-DM. Für das Zimmer oder pro Person? Mit Frühstück? Das weiß er nicht. Aber mit Blick zum Sonnenuntergang kostet es soviel, hinten hinaus nur 6000Rs.
"Da sparen wir jetzt schon 1000Rs, weil wir den Sonnenuntergang kostenlos sehen", sagt er und faßt es immer noch nicht.
Joachim lacht, "für einen Monat hier wohnen kann man schon ein Haus bauen."
Trotzdem bekommen wir den schönsten Sonnenuntergang, den schönsten beleuchteten Himmel zu sehen. So ein Nobelhotel hat auch seine Vorzüge. Zurück im Pelwehera bestellen wir ein Sandwichabendbrot mit Getränk und Ananas für zus. 630Rs. Und auch ein Flötenkonzert mit Gesang gibt es. Ganz ohne Aufschlag

 

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