Meine Pferde von Breyer,
Peter Stone und Resins

Zu meinem ersten Breyer Pferd kam ich wie die Jungfrau zum Kind. Da ich in der DDR aufgewachsen bin, hatte ich noch nie von Breyer gehört.
Im Jahr 1993 wurde mir per Brief eine Sammlung Breyer Pferde angeboten, ich hatte nur einen Katalog von 1985 dazu bekommen, um sie mir anzusehen. Obwohl ich bis dahin noch nie per Vorkasse "ins Blaue hinein" etwas gekauft hatte, konnte ich dennoch nicht widerstehen. Ich bekam vier Traditional und fünf Classic Pferde zum Preis von 15,- bis 20,- das Stück. Damals viel Geld, heute ein Superschnäppchen.


Wer keine Ahnung hat, was Breyer ist: Es ist eine kleine Produktionsfirma in den USA, ca eine Autostunde von New York entfernt. Es arbeiten ungefähr 70 Arbeiter dort, meist Mexikaner. Die Pferde werden in reiner Handarbeit hergestellt - nach dem Guß muß der Grat rundherum beschliffen werden, die Bemalung ist nicht maschinell, sondern Handarbeit. So gesehen ist der - mittlerweile utopisch gestiegene Preis - angemessen.
Seit den 50er Jahren werden dort Modellpferde hergestellt (auch andere Tiere), die anfangs eher als reine Spielsachen gedacht waren. Es gibt die Pferde in vier Größen, wobei Traditional die Größte ist. Meist läuft es auf diese Weise - ein Künstler entwirft ein Modell, von welchem ein Gußabdruck gemacht wird. Dieses Urmodell erhält einen Namen, unter dem es Sammlern bekannt ist. Diesen Namen habe ich hier angegeben.
Das Modell wird jahrelang herausgegeben, wobei jedesmal die Bemalung und Name anders sind. Meist haben die Pferde lebende Vorbilder. Es gibt auch sogenannte Special Runs, Bemalungen, die limitiert sind, und horrende Preise unter Sammlern herausfordern.
Der am meisten vertretene Künstler ist Christian Hess (mittlerweile verstorben), der eher konventionelle Modelle entworfen hat. Auf mich wirken sie mehr passiv und statischer, als die der anderen Künstler.
vor einigen Jahren war Katleen Moody die bestimmende Künstlerin. Ihre Pferde wirken aktiv, lebendig und sind daher meine Favoriten.

Hier also meine derzeitige Sammlung und auch ein bißchen die Geschichte dazu, wie ich zu dem Pferd kam.

hin und wieder schreibe ich auch ein Pferd zum Verkauf aus. Wenn es nicht ausdrücklich dazu steht, steht das Pferd NICHT zum Verkauf

Künstler
Vicky Keeling

Aus USA bestellt

Padron

Nein, stimmt - das ist KEIN Breyer Modell. Trotzdem wollte ich meinen ganzen Stolz hier vorstellen. Ein Roh-Resin-Modell von V.Keeling. In Classic Größe. Ich habe es mir geleistet, weil mir ihre superfeinen Araberpferde einfach gefallen.
Equine Collection - limitiert

aus USA bestellt
Chincoteague Stute und Fohlen

Künstler Kitty Cantrell - ein wunderschönes, schweres Resin in Classic Größe mit Sockel. das Fell hat einen schönen Glitzereffekt, das ganze Modell ist lackiert.

Equine Collection - limitiert

aus USA bestellt

Clydesdale

Künstler Kitty Cantrell - das Modell ist etwas abgewandelt bekannt als Haggys. Nur, daß Haggys einen Schweif hat, hier ist die Mähne eingebunden und der Schweif kupiert.
ein Riesenmodell - bis zum höchsten Punkt 27cm hoch!!

 




Traditional Größe - 1:9

Künstler
Kathleen Moody
Modell eingeführt 2003
Aus USA bestellt

Suseccion and Le Fire

Eines der schönsten Modelle, die Breyer in der letzten Zeit herausgebracht hat! Eine wunderschön gestaltete Araberstute mit ihrem neugeborenen Fohlen, welches die ersten Aufstehversuche macht.
Künstler
Kathleen Moody
Modell eingeführt 2001
Aus USA bestellt
Silver

Eine schöne natürliche Darstellung eines steigenden Hengstes. Diese Erstausgabe zeigt den Fernsehhelden "Silver". In den USA anscheinend so bekannt wie "Fury". Daher wurde dieses Pferd auch mit einem Video zusammen verkauft.
Künstler
Kathleen Moody
Modell eingeführt 1999
Als Geschenk bekommen - 2000
Huckleberry Bay

Wohl kaum ein Sammler, der dieses Modell nicht zu Hause stehen hat! Es gehört zu den populärsten, die je bei Breyer erschienen. Auf die Frage "warum", muß man sich nur die Eleganz dieses Pferdes und seine wunderbaren Einzelheiten, inclusive der Bemalung im Vergleich zu den älteren Modellen ansehen.




Classic Größe
Künstler
Maureen Love Calvert
Modell eingeführt 1973
bekommen für 15,- DM
Arabian Mare

In meinem ersten Sammlungsaufkauf befanden sich die beiden Araberpferde, die eigentlich ein Set ergeben "Wüstenaraberfamilie". Das Fohlen war abhanden gekommen.
Mir gefällt das Modell sehr, auch die feine Farbschattierung.

Dieses Pferd gab es auch in Porzellan von Hagen Renaker!

Künstler
Maureen Love Calvert
Modell eingeführt 1973
bekommen für 15,- DM
Arabian Stallion

Dies ist der Hengst dazu. Vielleicht ist dem Künstler der Hals etwas zu dick geraten, insgesamt wirkt der Hengst kompakter als die Stute.

Dieses Pferd gab es auch in Porzellan von Hagen Renaker!




Peter Stone - Traditional Größe 1:9
eins der ersten Modelle
von Peter Stone
High Winds Yedi

Das Original dieses Fliegenschimmels ist ein berühmtes Araberrennpferd aus Bahrain. Die Pferde von Peter Stone sind teuer. Dennoch ist das Material besser als bei Breyer und auch die Bemalung ist schöner. Lange kämpfte ich mich mir, ob ich mir dieses Modell (das es in mehreren Farben gibt) in den USA bestelle, dann wurde es mir durch Zufall zum Verkauf angeboten. Mit Zoll wäre ich auf denselben Preis gekommen, also leistete ich ihn mir. Bild 2


Hartland - Traditional Größe 1:9
Die Firma "Hartland" produziert nicht mehr. Sie stammt ebenfalls aus USA und ist vor allem bekannt für Modelle von Sportlern (Baseball, Football)
Gekauft 1993
für 75,- DM
Künstler: Katleen Moody
Beduin Princess

Diese Hartland Modelle bekam ich 1993 geschenkt und bin noch immer ganz begeistert. Die Farbschattierungen sind sehr schön, Mähne und Schweif sehr detalliert. Die Größe entspricht Traditional. Auf den ersten Blick sieht man - ein typisches Moody Pferd.

übrigens fast identisch mit dem Breyer Resin "Magnolia"

Gekauft 1993

Blessing

Das Fohlen zur Hartland Stute. Vielleicht ist es etwas grob gearbeitet, nicht ganz so detailreich wie die Stute.
Dennoch ein sehr schönes Set, wie es bei Breyer nie erschien. Alle anderen Hartland Modelle waren für meine Begriff zu kitschig und nicht anatomisch korrekt.